Kramer holt Gesamtsieg, Lokalmatador Schuhmacher
sensationell Vierter! In der ARC gewinnt Mitterauer
vor den „Local Boys“ Leitgeb und
Pink!
- Die Jacques Lemans Althofen - Kärnten
Rallye verlief wie erwartet äußerst
spannend
- Alfred Kramer sorgt für den ersten
SuperEthanol-Sieg auf Österreichs Rallye-Pisten!
- Die Gäste aus dem Ausland fahren ebenfalls
stark und belegen die Plätze zwei und
drei
Als geglückt kann man Alfred Kramers
zweiten Auftritt bei einem ARC-Lauf bezeichnen.
Nachdem der Kärntner Evo-6,5-Pilot sowohl
bei der Premiere seines SuperEthanol betriebenen
Boliden im Kärntner Lavanttal als auch
beim zweiten „Versuch“ im Triestingtal
noch von Technik-Troubles geplagt wurde, war
bei der 2. Jacques Lemans Althofen-Kärnten
Rallye davon nichts mehr zu sehen. Von Beginn
an gab der Lokalmatador das Tempo vor und
ließ sich niemals unter Druck setzen.
Lediglich ein Reifenschaden auf der vierten
Sonderprüfung verhinderte, dass Kramer
alle SP-Bestzeiten für sich entscheiden
konnte. Am Ende hatte er beinahe zwei Minuten
Vorsprung auf den Zweitplatzierten und sorgte
somit für den ersten Sieg eines SuperEthanol
betriebenen Rallye-Boliden in einem österreichischen
Prädikatslauf – nach den Erdgas-Erfolgen
in der ÖRM ein weiterer Beweis für
die Leistungsfähigkeit der alternativen
Fahrzeuge.
Konventionell unterwegs waren hingegen die
Teams auf den Plätzen: Zweiter wurde
der Kroate Sinisa Crnojevic (Mitsubishi Evo
IX), der zugleich schnellster N4-Pilot war.
Eine knappe Minute dahinter der Gast aus Tschechien,
Eddy Schlager (Mitsubishi Evo VII). Sensationell
ein Lokalmatador: Peter Schuhmacher schlug
sich mit dem für ihn noch ungewohnten
Gruppe-N-Evo toll und wurde Vierter, noch
vor ARC-Sieger Reini Mitterauer (Toyota Celica
GT4), der seinerseits Lokalmatadore im Schlepptau
hatte: Auf Platz sechs kam ein prächtig
aufgelegter Heinz Leitgeb (Renault Clio RS)
ins Ziel, Siebenter wurde Kramer-Teamkollege
Hannes Pink im Lancia Delta Integrale. Komplettiert
wurden die Top-Ten von Horst Eder (Peugeot
206 RC), Rene Unterweger (Renault Clio 16V)
und Kurt Jabornig (Peugeot 205 GTi). Zu den
Pechvögeln der Rallye gehörten unter
anderem Vorjahres-Sieger Markus Huber, der
seinen Evo III nach einer Begegnung mit einem
massiven Gartenzaun auf aussichtsreicher Position
liegend abstellen musste, sowie Wolfgang Franek,
der an der Technik seines Honda Civic Type
R scheiterte. Bei den Historischen war Oliver
Berger (Ford Escort RS 2000) erfolgreich,
den bis zur letzten SP heiß umkämpften
„Elch-Cup“ entschied Markus Stachl
(Volvo 740 GLE) für sich.
Bei bestem Rallye-Wetter (trocken, nicht
zu heiß) freuten sich unzählige
Fans an den insgesamt 107 Sonderprüfungs-Kilometer
in den fünf Rallye-Gemeinden Althofen,
Guttaring, Straßburg, Gurk und Mölbling
über die gebotene Action, was auch Rallye-Leiter
Wolfgang Troicher vom Veranstalter-Team des
Sport & Eventvereins Althofen zufrieden
resümieren ließ: „Danke an
alle freiwilligen Helfer, ein großes
Dankeschön an die Gemeinden und die Sponsoren.
Wir haben spannenden Sport gesehen, Gott sei
Dank sind alle Ausrutscher glimpflich verlaufen.
Gratulation den Siegern, vor allem aber unseren
Lokalmatadoren, die sich so toll geschlagen
haben!“
Endergebnis nach 8 Sonderprüfungen:
1. Alfred Kramer/Siegmund Sappl, Mitsubishi
Evo 6.5 (1. D9) 1:05:52,7 Std.
2. Sinisa Crnojevic/Martina Maretic, Mitsubishi
Evo IX (1. Gr. N) + 1:50,3 Min.
3. Eddy Schlager/Harald Gottlieb, Mitsubishi
Evo VII (1. Gr. A) + 2:48,9
4. Peter Schuhmacher/Günther Baumgartner,
Mitsubishi Evo + 5:29,2
5. Reinhard Mitterauer/Erwin Heigl, Toyota
Celica GT4 + 6:44,1
6. Heinz Leitgeb/Martin Bodner, Renault Clio
RS + 6:54,6
7. Hannes Pink/Udo Butollo, Lancia Delta HF
Integrale + 7:09,7
8. Horst Eder/Walter Schuen, Peugeot 206 RC
+ 7:27,2
9. Rene Unterweger/Andreas Gleissner, Renault
Clio 16 V + 7:28,9
10. Kurt Jabornig/Sonja Miriam Schlintl, Peugeot
205 GTI + 7:46,9
Bestzeitenverteilung: Alfred Kramer
7, Sinisa Crnojevic 1
Wichtige Ausfälle: Stefan Reininger
(Getriebeschaden SP1), Martin Kalteis (Unfall
SP2), Roland Spazierer (Unfall SP2), Markus
Huber (techn. Defekt SP3), Wolfgang Franek
(techn. Defekt SP6)